wehrtheater — spiegelungen

 

Mechtild TellmannNach den erfolgreichen und hochgelobten Premieren des medea-komplexes teil 1 und 2 präsentiert das wehrtheater/Andrea Bleikamp am 12. November 2010 seine neueste Produktion „spiegelungen – ein interdisziplinäres mehrgenerationenprojekt“ im Orangerie Theater Köln. „spiegelungen“ ist der erste Teil der Reihe „Altersfragen“ und wird fortgesetzt im Juni 2011 mit der Installation „WEIS(S)HEIT“ im Projektraum der Galerie Knut Osper im Rahmen des Festivals „Literatur in den Häusern der Stadt“.

spiegelungen - ein interdisziplinäres mehrgenerationenprojekt schwarzer tanzboden, ein hoher raum. töne. die außenwelt dringt durch hohe fenster wie von ferne herein. zwei menschen, die sich schemenhaft gegen das licht in der bewegung abzeichnen. einzelne wortfetzen und sätze sind zu hören. langsam erkennt man das unterschiedliche alter der personen. gemeinsamkeiten und unterschiede in den aussagen werden erhört. nach körperlichen ähnlichkeiten gesucht, hergestellt. bis man die worte am ende nicht mehr einem alter zuordnen kann, weil dies weder aufgrund von sprache noch äußerlichkeiten auszumachen ist. älter löst sich auf. spielt keine rolle. existentielle fragen sind universell und bewegen uns durch zeit und raum.

Mit Betty Blaeser und Celina Rongen

Eine Produktion des wehrtheater/Andrea Bleikamp, in kooperation mit der Orangerie Köln, gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Kulturstiftung Matrong.

Regie + Konzept: Andrea Bleikamp
Darsteller: Betty Blaeser, Celina Rongen
Choreographie: Barbara Fuchs
Ausstattung: Daniel Nunez-Adinolfi
Presse+ÖA: Mechtild Tellmann
Foto: W. Weimer

Premiere:
Fr., 12.November 2010/ 20:00 Uhr, Orangerie Köln

weitere Daten:
11. Mai 2011/ 20:00 Uhr
12. Mai 2011 / 20:00 Uhr

Theater im Volksgarten e.V., Volksgartenstraße 25 , D-50677 Köln
Kartenreservierungen: Kartentelefon: 0221-952 27 08

Eintrittspreise:
Eintritt: 15 Euro / 9 Euro ermäßigt / 3 Euro mit “Köln-Pass”

www.orangerie-theater.de
www.wehrtheater.de

 

 

wehrtheater — medea-komplex 1+2

 

Mechtild Tellmann"morgen früh, wenn gott will..."
Teil 1 Medea-Komplex mit Anja Laïs und Chor, R. Andrea Bleikamp

Ein Abend über Mutterliebe.
"eine beeindruckende Produktion, die sich der Komplexität des Themas stellt und dem Publikum das Denken nicht abnimmt" (Sandra Nuy, aKt) "gehört die knappe Inszenierung zu den wuchtigsten, die derzeit in Kölns freier Szene zu sehen sind... Anja Lais spielt Medea mit einer Intensität, die den Zuschauer benommen zurück lässt. ... Sprache wird hier zum Wahrnehmungsorgan und das Theater zum Labor, in dem sich gesellschaftliches Bewusstsein kritisch, gefährlich und lustvoll bilden kann. Wenn Anja Lais die Medea von der Tötung ihrer Kinder berichten lässt, dann bekommt man eine Vorstellung davon, wie der Wahn die Grenzen zwischen Liebe und Gewalt auflöst. Ein Erlebnis!"
(Thomas Linden, Kölnische Rundschau)

Darsteller: Anja Laïs, Frederike Bohr, Marion Bihler-Kerluku
Regie + Konzept: Andrea Bleikamp
Ausstattung: Daniel Nunez Adinolfi
Klanggestaltung: Timo Reuber
Regieassistenz: Isabel Eichner
P+Ö-Arbeit: Mechtild Tellmann


"dein vater hütet die schaf..."
Teil 2 Medea-Komplex mit Andreas Grötzinger und Chor,
R. Andrea Bleikamp

Ein Abend über Vaterliebe.
wo sind sie während des kindsmords und warum werden sie dazu nicht befragt? wovor haben männer angst, die den kindsmord durch die mutter als schwerstes verbrechen etikettieren und wie bilden sich männerrollen? wie sieht ein mann die mordende mutter, wo er gleichzeitig immer sohn/kind ist?

Starkes Stück: Ensemble Wehrtheater zeigt zweiten Teil seines „medea-komplex“
Eine tolle Vorstellung bot das Ensemble Wehrtheater mit Anja Lais im ersten Teil des „medea-komplex“ von Andrea Bleikamp. „Morgen früh, wenn Gott will…“. Kaum vostellbar, dass die Männer in „Teil 2 medea-komplex“, „Dein Vater hütet die Schaf…“ mit ihrem Beitrag zur Vaterliebe die Mutterliebe der Startproduktion in den Schatten stellen könnten. Aber auch dieser Abend im Rakentenklub präsentiert nun starkes Theater. …
Die Stärke dieses zweiten Teils liegt in der Mehrstimmigkeit, mit der die Texte zwischen Antike und Gegenwart wechseln. Die Männer produzieren mehr Komik, dafür weniger Pathos. Das schenkt ihnen eine Glaubwürdigkeit, die dem Männerbild dann doch gerechter wird, als man es gemeinhin für möglich hält. Andrea Bleikamp bricht mit gewohnten Klischees – keine Machos oder Vergewaltiger; keine Jammerlappen, keine Fraueanversteher. Vielmehr ein gebanntes Publikum – Männer wie Frauen – das den Atem anhält, wenn Grötzinger zu einer Liebeserklärung ansetzt, bei der er einen tiefen Blick in den Männerseele gewährt. Kluges Theater, anregend im Text montiert, kurzweilig inszeniert und mit Verve gespielt.
Thomas Linden, Kölnische Rundschau, 01.05.2010

Von Liebe gezeichnet
… ein grandioser Abend, der einem im kleinen Raketenklub buchstäblich unter die Haut kriecht. Männer lieben anders, ganz viel.
Dorothea Marcus, Henriette Wetsphal, akT, Mai 2010

Alter Held wird neuer Papa
Ein erfolgreicher Erstling legt die Messlatte bekanntlich hoch. Andrea Bleikamp vom „Wehrtheater“ war vergangenen November mit „morgen früh, wenn gott will…“ der starke Auftakt einer geplanten Trilogie über Mutterleibe und Kindestötung gelungen. Nun liefert die Regisseurin mit „dein vater hütet die schaf…“ Teil zwei ihres „medea-komplexes“ nach -sehenswert auch ohne Kenntnis des Vorläufers. Kennt man aber „medea 1“, so fallen elegant verwobene Anknüpfungspunkte auf.
… Aber auch wenn der „Männerabend“ klischeegemäß lauter und hemdsärmeliger daherkommt als Medeas erschöpfte Beichte, so gibt es doch gelungene Brüche hin zu stillen, nachdenklichen Momenten. Hier erweist sich Jason Darsteller Andreas Grötzinger als einfühlsamer Interpret mit variationsreicher Stimme….
Jessica Düster, Kölner Stadtanzeiger, 29. April 2010

Darsteller: Andreas Grötzinger, Torsten Peter Schnick, Thomas Krutmann
Regie/Konzept: Andrea Bleikamp
Ausstattung: Daniel Nunez Adinolfi
Klanggestaltung: Timo Reuber
Assistenz: Isabel Eichner/ Merdan Akbayir
P+Ö-Arbeit: Mechtild Tellmann

Eine Produktion des wehrtheater in Koproduktion mit dem Raketenklub
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln